Loading..

Orden der Schwertbrüder Christi


Willkommen
beim Orden der Schwertbrüder Christi von Livland zue Salisburgensis.

Diese Seite soll Anstoß dazu geben, uns näher kennen zu lernen - und um über unsere Geschichte und unsere Tätigkeiten mehr zu erfahren.

Orden der Schwertbrüder Christi
Orden der Schwertbrüder Christi

Prinzipien und Regeln

Der Orden der Schwertbrüder Christi von Livland
ORDO ET COLLEGIUM FRATRUM MILITIAE CHRISTI DE LIVONIA

Erste Namen von Ordens-Rittern zwischen 1204 und 1209

  1. Wenno (1. Ordens-Meister)
  2. Arnold
  3. Wigbert von Soest
  4. Bertold
  5. Hartmut
  6. Volkwin (2. Ordens-Meister)

Aus einer Bulle des Papstes Innozenz III: geht deutlich der Missionsauftrag des Ordens hervor, denn es heißt da:
"Beschützung und Verteidigung der im Lande gegründeten Kirche Christi und Bekämpfung und Bekehrung ihrer Feinde ....." Daraus werden zwei Elemente deutlich: Ein kriegerisches und ein religiöses!

Der Orden bezeichnet sich selbst nach Urkunden von 1226 als: ORDO ET COLLEGIUM FRATRUM MILITIAE CHRISTI DE LIVONIA

Orden und Gemeinschaft der Ritterbrüder Christi von Livland oder in der Siegelumschrift: MAGISTRI ET FRATRES MILITIAE CHRISTI DE LIVONIA

Meister und Ritterbrüder Christi von Livland. Als weitere ordenseigene Bezeichnung wird gebraucht: FRATRES MILITIAE CHRISTI DE LIVONIA

In Papsturkunden wird der Orden FRATRES MILITIAE TEMPLI DE LIVONIA und ähnlich genannt. Kaiser Otto der 4. bezeichnet den Orden mit CONVENTUS CHRISTI MILITUM und Kaiser Friedrich der 2. spricht von MAGISTER DOMUS MILITIAE CHRISTI. Daneben tauchen noch Bezeichnungen wie GOTES RITTER oder MILITES DEI auf.
Der Name "Swertbrudere" taucht erstmals in der livländischen Reimchronik von ca. 1290 auf, dürfte jedoch schon früher beim Ãœbergang in den Deutschen Orden (1237) in Deutschordenskreisen entstanden sein.

In einer Bulle des Papstes Innozenz III. vom 20-ten Tag im Monde Octobris 1210 wird verordnet:
"Die Brüder des Ritterdienstes Christi sollen - unter Beachtung der Regel des Templerordens auf ihrem Habit (übereinstimmend wird ein weißer Mantel erwähnt, auf dem ein Schwert und darüber ein Kreuz ist) ein anderes Zeichen tragen, um dadurch zu zeigen, dass sie jenem (Templerorden) nicht unterthan seien."
Heinrich der Lette ergänzt die Aussage mit dem Hinweis, das Zeichen habe immer schon in Schwert und Kreuz bestanden:
SIGNUM IN VESTE FERENDUM DEDIT (PAPA) SICILICET GLADIUM ET CRUCEM

Der Ordensmeister (Magister fratrum militiae Christi) wurde von den Ordensrittern aus der Zahl der Ritterbrüder gewählt. Die Residenz des Ordensmeisters war Riga und später wird der Hauptsitz die an der Aa gelegene Burg Wenden. Dort sind auch die Ordensmeister beigesetzt.
Dem Ordensmeister an der Seite war der Kantzellar (oder Cancellarius der Ordens-Kanzler), ein Priesterbruder, der wahrscheinlich die Arbeit eines Sekretärs ausübte und der Bewahrer des Ordens-Siegels war.

Weitere Ordens-Ämter waren:

  1. Der Landmeister oder Magister Provincialis
  2. Der Ordens-Marschall oder Präzeptor - war Verwalter der Rüstkammern und Vorgesetzter der bewaffneten Ordens-Mannschaft
  3. Der Pfleger
  4. Der Schatzmeister oder Quaestor
  5. Der Trapier - war verantwortlich für die Rüstungen
  6. Die Ordens-Vögte - waren Verwaltungsbeamte auf den Besitzungen
  7. Der Convent umfasste alle im selben Haus (Schloss, Burg) wohnenden Ordens-Ritter und Sassen.
  8. Ein Kapitel war die Versammlung des Conventes der Ordens-Ritter und Sassen
  9. Das Generalkapitel - vereinte die gesamte Ordens-Ritterschaft

Die Ordens-Gemeinschaft führt den Namen ORDO ET COLLEGIUM FRATRUM MILITIAE CHRISTI DE LIVONIA
Orden der Schwertbrüder Christi von Livland.
Die Ordens-Gemarkung zue Salisburgensis wurde von der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Salzburg, den 17-ten Tag im Monde Martius, Anno Domini 1000 und 989 dazu, unter der Zahl, III, Vr-4417/2/1989 und den 21-ten Tag im Monde Octobris, Anno Domini 1000 und 992 für das gesamte Land zue Ostarrichi genehmigt.
Der Orden der Schwertbrüder Christi von Livland ist eine christliche Ritterschaft, keine Glaubenssekte, keine freimaurerische Logenvereinigung und keinen materiellen Zwecken dienlich!
Der Orden darf nach dem Stiftungsedikt des Gründers keiner Dachorganisation angehören. Mitglied des Ordens kann jeder unbescholtene, charakterfeste Mann werden, der das 24. Lebensjahr vollendet hat und nach Herz und Verstand seine Mitgliedschaft im Orden zu erfassen vermag! Der Beruf oder die Nationalität sind bei der Aufnahme ohne Belang!
Der Aufzunehmende ist durch einen Ordens-Ritter in den Orden einzuführen, der die Bürgschaft für dessen Eignung zu übernehmen hat! Der Orden der Schwertbrüder Christi ist nicht gewinnorientiert! Spenden für ordensinterne Angelegenheiten können jederzeit bei den verschiedenen Ordens-Kapiteln gegeben werden! Bei freiwilligem Austritt, durch einen Ausschluss oder bei der Auflösung des Ordens, erlöscht die Mitgliedschaft und damit jeglicher Anspruch gegenüber dem Orden! Das Ordens-Mitglied verliert dadurch sämtliche Ämter und Würden!

1. Der Confrater:
Als ein Confrater wird angesprochen, wer Interesse am Ordensgeschehen zeigt und die monatlichen Kapitel besucht, um sich ein Bild über das Ordensgeschehen zue machen. Nach einer Jahrung der Beobachtung, ob sich der Confrater auch eignet (verträglich, interessiert an der Kapitel-Arbeit, verlässlich), kann er ein Ansuchen an die Ordensregierung, um Aufnahme in den Orden stellen. Ein Confrater hat noch kein Stimmrecht und ist noch kein offizielles Ordens-Mitglied.

2. Als Ordens-Novize:
Wird ein Confrater angesprochen, der den Entschluss gefasst hat, dem Orden der Schwertbrüder als Mitglied beizutreten. Dieser wird von einem Ordens-Ritter in die Ordens-Gemeinschaft eingeführt! Ein in den Orden aufgenommener Novize ist noch kein Vollmitglied der Ordens-Gemeinschaft. Von dem Entschluss als Confrater die Ordens-Kapitel zu besuchen, bis zur Aufnahme als Ordens-Novize hat ca. 1 Jahrung zu vergehen, um die Eignung des um Aufnahme Ansuchenden zu prüfen! Die Aufnahme hat mit Einstimmigkeit des Konsortiums eines Convent-Kapitels zu erfolgen!

3. Der Knappe:
Ein Novize, der mindestens ein halbes Jahr in der Ordens-Gemeinschaft ist, kann durch den Beschluss des Convent-Kapitels, als Knappe angenommen werden, so dies für gut gehalten wird. Ein Knappe ist auch noch kein Vollmitglied, ist jedoch zugelassen, an ordensinternen Wahlen teilzunehmen. Er hat eine beratende, jedoch kein beschließende Stimme. Die Annahme eines Novizen zum Knappen hat mit Einstimmigkeit des Konsortiums eines Convent-Kapitels zu erfolgen.

4. Der Ordens-Ritter:
Nach der Annahme eines Knappen hat dieser mindestens ein Jahr in diesem Stande zuzubringen. Er soll sich auf den Stand eines Ordens-Ritters vorbereiten und hat daher auch an mindestens zwei Hohen Ordens-Conventen teilzunehmen. Der Knappe soll in der Vorbereitungszeit mit dem Sinn und dem Ziel der Ordens-Gemeinschaft vertraut gemacht werden und soll auch Arbeiten übernehmen, die er, so gut er kann, durchzuführen hat. Der einstimmige Beschluss in einem Convent-Kapitel hat über Antrag des Magister Ordinis zu befinden, ob und wann der Knappe zum Ordens-Ritter geschlagen wird. Ab dem gefassten Beschluss bis zum drauffolgenden Ordens-Convent wird der Knappe als Professritter angesprochen. Erst ab dem Zeitpunkt des Ritterschlages ist man Vollmitglied, mit allen Rechten und Pflichten, sowie für alle Ordens-Würden und Ämter wählbar.

Die Ordens-Würden im Schwertbrüder-Orden sind:

  1. Der Ordensmeister oder Magister Ordinis
  2. Der Ordens-Prior
  3. Der Ordens-Marschall oder Präzeptor
  4. Der Ordens-Kanzler oder Kantzellar
  5. Der Ordens-Schatzmeister oder Quaestor
  6. Der Ordens-Zeremoniar

Die Ordens-Ämter sind:

  1. Der Ordens-Herold - für Wappen und Namen
  2. Der Kreuzfahrt-Meister - für ritterl. Kreuzfahrten
  3. Der Burghauptmann - bei den Ordens-Conventen
  4. Der Kellermeister oder Truchsess - Detto
  5. Die Burgvögte - zuständig für Verwaltungsaufgaben in Burgen und Schlössern
  6. Der Drapier - zuständig für die Rüstungen
  7. Der Burgmedicus
  8. Der Burgnarr
Orden der Schwertbrüder Christi

Wodurch ist ein Ordens-Ritter erkenntlich?

1. Durch seinen ritterlichen Namen:
"Wohledler Ritter ................ von ............................."
Der ritterliche Name leitet sich in vielen Fällen vom Wappenbild ab, das entweder sein angestammtes Familienwappen, oder ein vollkommen neues einwandfrei heraldisch gestaltetes Wappen ist. Der ritterliche Name darf jedoch nur in Ritterkreisen getragen werden.

2. Durch ein Wappenschild:
Zum ritterlichen Namen darf der Ordens-Ritter sein Wappen führen, das wie unter Pkt. 1, entweder sein angestammtes Familienwappen oder ein neu geschaffenes ist. Ein solches Wappen kann auch im profanen Leben oder für Briefpapier etc. verwendet werden.

3. Durch das Ordens-Kreuz:
Das Ordens-Kreuz der Gemarkung zu Salisburgensis, das an einem weiß-rot-weißem Band um den Hals getragen wird, ist ein Hochkreuz mit Lilienenden und hat im Mittelteil in silber und weiß, ein Schwert mit darüerliegendem Kreuz. Dieses Ordens-Kreuz wurde von der Ordens-Gemeinschaft der Gemarkung zu Salisburgensis in der Jahrung 1000 und 991 neu geschaffen und wird zu den einzelnen Kapitel-Versammlungen getragen.

Ein Ordens-Ritter des Ordens der Schwertbrüder Christi von Livland soll außerdem erkenntlich sein durch sein freundliches und ehrliches Auftreten und das nicht nur in der Ordens-Gemeinschaft, sondern auch im profanen Leben. Er kennt keine Falschheit und seine Rede sei ein ja oder nein und schließt keine faulen Kompromisse. Ein Auftreten ist in jeder Hinsicht ritterlich im wahrsten Sinne des Wortes! Er versucht zu helfen, wo es ihm möglich ist und hängt diese, seine Hilfeleistung, jedoch nicht an die "große Glocke". Seine Freundschaft mit den anderen Ordens-Rittern sei ehrlich und wahr und er spricht nicht mit "gespaltener Zunge".

Die Rittertugenden und die Zielsetzung des Ordens in der Gemarkung zu Salisburgensis

+ Die Freundschaft
Die Freundschaft eines Ordens-Ritters soll eine ehrliche, gerade Freundschaft ohne Hintergedanken sein; keine so genannte "Geschäftsfreundschaft", die nach Erfolg und Stimmung wandelbar ist. Die Freundschaft ist das ehrliche DU zum anderen!

+ Die Treue
Ein Ordens-Ritter hält allzeit Treue zum Obersten Lehnsherrn - zu Unserem Gott! Er ist treu einem Freund und treu einem in Ehrlichkeit gesprochenem Wort.

+ Die Frauenminne
Ein Ordens-Ritter ehrt und schätzt die Frauen, denn sie sind nicht nur ein Brunnen der Freude und Lust, sie sind vor allem die Gefährtinnen in unserem Leben in frohen und schweren Stunden und sie sind die Mütter unserer Kinder!

+ Tapferkeit - Toleranz - Geduld
Tapferkeit ist eine der größten Tugenden eines Ordens-Ritters!
Tapferkeit hat nichts mit Gewalt zu tun!
Tapferkeit ist - beschützen wollen was unterdrückt ist!
Tapferkeit ist schützende Liebe für den Schwächeren!
Ein tapferer und toleranter Ordens-Ritter hat sich auch in Geduld zu üben vor allem in Geduld für einen anderen Ritterbruder, jedoch auch im Profanen!
Toleranz hat aber auch seine Grenzen - es kann nicht alles toleriert werden, wenn es den guten Sitten, der Wahrheit und dem Glauben widerspricht!

Orden der Schwertbrüder Christi

Ein ritterliches Kapitel oder Ordenskapitel

Zue einem ritterlichen Kapitel lädt der Ordens-Meister mit einem Ladschrieb, das den Tag und die Stunde angibt, an welcher sich die Ordens-Ritter und Sassen, sowie der eine oder andere Konfrater im Ordens-Rempter im Schlosse Kammer zue Maishofen, treffen. Ein Kapitel wird mit einem Ceremonium Minor begonnen, bei welchem verschiedene Tagesordnungspunkte besprochen, bzw. beschlossen werden.
Die Tagesordnungspunkte gliedern sich in:

  • Eröffnung des Kapitels durch den Präzeptor und den Ordens-Meister sowie dem Entzünden der Kapitelkerzen
  • Geistliche Gedanken werden vom Ordens-Kaplan vorgetragen (diese sollen zur Ruhe und Erbauung der Sassen- und Ritterschaft beitragen und sie die Alltagshetze vergessen lassen - so zu sagen das Herz ansprechen). Verschiedene Punkte ordensinterner Art die besprochen, bzw. einem Beschluss zugeführt werden sollen
  • Der letzte Punkt - Allfälliges - soll den anwesenden Sassen und Rittern Gelegenheit geben, ihre Meinung, Kritik, Vorschläge etc. kund tun zue können. Ein Kapitel ist sozusagen der Ordens-Werktag, an welchem die Ordens-Arbeit geleistet wird. Er soll auch, wie bereits erwähnt wurde, zur inneren Erbaulichkeit beitragen. Der Alltag soll dabei in den Hintergrund treten!

Jeder Sasse oder Ordens-Ritter ist von der profanen Arbeit ausgefüllt und seine Gedanken kreisen um diese. Die monatlichen Stunden des ritterl. Beisammensein soll auch andere Werte erkennen lassen und zur Ruhe führen! Jeder soll zu den monatlichen ritterl. Zusammenkünften mit Freude, den Anderen zu treffen, anreiten!

Orden der Schwertbrüder Christi

Ein Convent - Kapitel

Ein Convent-Kapitel ist eine Ordens-Zusammenkunft, bei dem alle Ordensritter sich versammeln. Es wird mindestens einmal im Jahr, ohne Rüstung, jedoch mit Wams und Ordens-Kreuz, abgehalten. Ein solches Kapitel befasst sich mit den wichtigsten Angelegenheiten des internen Ordens-Geschehens. Bei einem solchen Convent-Kapitel werden behandelt:

  • Die Aufnahme eines Novizen
  • Die Annahme eines Knappen
  • Die Beförderung eines Knappen zum Ordens-Ritter
  • Die Gründung einer Comturei, bzw. einer Gemarkung
  • Festlegung von ritterl. Namen und Gestaltung von Wappen vor einem anstehenden Ritterschlag
  • Änderungen von Satzung und Regulae Ordinis
  • Ausschluss eines Ritters vom Orden
  • Auflösung der Ordensgemeinschaft

Wie man daraus ersieht ist diese Versammlung aus ordensinterner Sicht die wichtigste aller Ordens-Zusammenkünfte und befasst sich mit dem gesamten Ordensleben schlechthin.
Es ist daher von unbedingter Notwendigkeit, dass sich an einem solchen Capitulum alle Ordens-Ritter versammeln.
Die Novizen und Knappen können an einem solchen Kapitel nicht teilnehmen.
Zue diesen Kapiteln lädt der Ordens-Meister zu einem zeitgerechten Termin. Die Prüfung, bzw. Beobachtung eines neuaufzunehmenden Konfraters zum Novizen soll bereits abgeschlossen sein, um eine Fehlentscheidung so gering als möglich zu halten!
Alle Beschlüsse, die an einem solchen wichtigen Kapitel gefällt werden, sollten bereits bei einem Rats-Kapitel aufbereitet werden, denn die Beratung über eine wichtige Angelegenheit ist nicht Aufgabe eines derartigen Kapitels. Die Beschlüsse, die an einem solch wichtigen Capitulum getroffen werden, sind unmittelbar danach durchzuführen. bzw. an einem der nachfolgenden Kapitel-Abende der gesamten Sassen- und Ritterschaft mitzuteilen.

Orden der Schwertbrüder Christi

Das Generalkapitel

Dieses Kapitel ist profan gesprochen die "Jahreshauptversammlung" der Ordensgemeinschaft. Diese wird je nach Erfordernis und Absprache mit dem Schatzmeister - wegen Erstellung des Berichtes über den Burgschatz an einem Mond im Frühjahr abgehalten. Auch diese Ordensversammlung wird ohne große Rüstung, jedoch mit Wams und Ordens-Kreuz abgehalten.
Ein solches Kapitel wird sich hauptsächlich mit folgenden Angelegenheiten zu befassen haben:

  • Der Begrüßung des Ordens-Meisters und Entzünden der Kapitelkerze
  • Geistliche Gedanken dürfen auch hier nicht fehlen
  • Dem Jahresbericht des Ordens-Meisters und dem Gedenken an die verstorbenen Ordens-Ritter
  • Dem Jahresbericht des Schatzmeisters
  • Der Freisprechung des Schatzmeisters durch die Schatzprüfer
  • Der Festlegung des Jahresthemas und der Jahrestermine
  • Anstehende vorgeschrieben Neuwahlen des Ordens-Rates, bzw. einer ausgeschiedenen Ordens-Würde, oder nach dem Hinscheiden einer solchen
  • Allfällige Wortmeldungen der einzelnen Ordens-Ritter

Diese Ordensversammlung soll einen Ãœberblick über das Ordensgeschehen der vergangen Jahrung erbringen, bzw. einen terminlichen Ausblick auf die neu begonnene Jahrung. Um die Gemeinschaft des Ordens herauszuheben, können oder sollen an derartigen Kapiteln auch Kreuzfahrtberichte etc. gebracht werden. Das gemeinsame Mahlhalten und eine humorvolle Unterhaltung soll an einem solchen Kapitel auch nicht zu kurz kommen.

Orden der Schwertbrüder Christi

Der Convent- oder Gedenk-Gottesdienst

Dieser Gottesdienst, der grundsätzlich vor einem Hohen Ordens-Convent vom Ordens-Kaplan zelebriert wird ist die Einstimmung auf die Festlichkeit, dem Gedenken an die in den Ewigen Kapitelsaal abgerittenen Ordens-Ritter. Er wird in großer Rüstung gefeiert und soll, wenn möglich auf die Tagessituation zugeschnitten sein.
Die Gottesdienst-Texte sollen sinnvoll vorbereitet werden und in den Fürbitten auf die Verstorbenen eingegangen werden. Den angerittenen Gästen von befreundeten Ritterschaften steht es frei, diesen Gottesdienst mitzufeiern.

Orden der Schwertbrüder Christi

Der Hohe Ordens-Convent

Der Hohe Ordens-Convent ist und soll die festlichste Kapitel-Versammlung der Ordens-Ritter der Schwertbrüder der Gemarkung zu Salisburgensis sein. Dieses Fest soll an den vorausgegangenen Kapitel-Abenden gut vorbereitet und alle Tätigkeiten der einzelnen Ordens-Ritter oder Sassen verteilt und zumindest einmal "durchgespielt" werden. An diesem Fest tragen alle Ordens-Ritter große Rüstung, die Sassenschaft ihre jeweiligen Wamse und die minniglichen Burgfrauen festliche Kleidung. Die zu diesem Capitulum per "festlichem" Ladschrieb angerittenen befreundeten Ordens- und Bundes-Ritterschaften, tragen ihre jeweilige große Rüstung und "Farben". Dieses Fest soll durch eine "lebende" Musik verschönt werden. Der Hohe Ordens-Convent, der in ritterlich festlichem Gepränge zelebriert wird hat als wesentliche Aufgaben:

  • Confratres als Ordens-Novizen aufzunehmen
  • Ordens-Novizen als Knappen anzunehmen
  • Knappen durch einen feierlichen Ritterschlag in den Stand eines Ordens-Ritters zu erheben
  • mit der versammelten Ritterschaft der Ordens-Ritter zue Salisburgensis und den angerittenen Großmeistern den Brudertrunk zue feiern
  • zum Abschluss nach dem Ordens-Lied gemeinsam ein festlich' Mahl einzunehmen

Durch gute Vorbereitung und Konzentration sollte der jeweilige Ordens-Convent auch gefühlsmäßig das schönste Kapitel in großer Gemeinschaft sein. Vor allem soll an solchen Anlässen die Freundschaft mit den angerittenen Ordens- und Bundesritterschaften vertieft werden.

Orden der Schwertbrüder Christi

Was könnte der Anstoß sein beim Orden der Schwertbrüder Christi Ordens-Ritter zu werden?

Nun haben Wir die Ordens-Gemeinschaft so gut als möglich versucht vorzustellen. Was könnte nun der Entschluss sein, dieser Gemeinschaft anzugehören, bzw. deren Mitglied zu werden?
Der Ordens-Freund, der nach dem 3. Mal seines Besuches als Confrater angesprochen wird und durch einen Ordens-Ritter in die Gemeinschaft eingeführt wurde, soll sich ernstlich überlegen, will ich einmal dieser Gemeinschaft angehören?
Es gehört keine "Vereinsmeierei" dazu, sondern der Entschluss, mich mit dem voran geschilderten Ordens-Geschehen zu identifizieren. Eines sei abschließend zur persönlichen Prüfung vermerkt, dass es sich beim Orden der Schwertbrüder Christi von Livland:

  • um eine christliche Ritterschaft handelt,
  • der eine gewisse Reife zum Verständnis zur Ritterschaft,
  • sowie einen toleranten, humorvollen Gemeinschaftssinn erfordert
  • und keine Quertreiberei duldet
  • wenn der Sinn der Ordensgemeinschaft erkannt wurde, steht frohen Stunden in ritterlicher Gemeinschaft nichts mehr im Wege.

Die Mitgliedschaft im Orden der Schwertbrüder soll Ruhe und Abstand vom Alltag bringen, Lebensfreundschaften erleben lassen, auch im profanen Alltag Freunde zu haben. Dass dies gelingt, müssen alle Ordens-Ritter und Sassen gerechte Toleranz, Gemeinschaftssinn, Humor und Friedfertigkeit mitbringen!

Orden der Schwertbrüder Christi

Ziele des Ordens

der Schwertbrüder Christi von Livland zue Salisburgensis

Unsere Zielsetzung – der Ordens-Weg

In erster Linie sollen Wir die Werte einer christlichen Weltanschauung erkennen, sie anerkennen und dann versuchen. sie sowohl im persönlichen Bereich. als auch im Zusammenleben mit Unseren Mitmenschen und in der Ordens-Gemeinschaft zu verwirklichen.

Wir sollen Uns üben im Kampf gegen alles Negative und Zerstörende in Unserer Welt, das seine Wurzeln im Atheismus, im modernen Heidentum und im Sektenunwesen hat, das zur Verneinung des Dekaloges führt, das letztlich die Familien zerstört und nur dem Mammon in allen Lebenslagen huldigt. Die Begründung einer echten Lebensfreundschaft der Ordens-Ritter und Sassen, sowie ihrer Angehörigen untereinander. Bewusste Pflege humorvoller Geselligkeit und Bejahung aller positiven Bereich menschlichen Zusammenlebens. Von keinem Ordens-Ritter darf eine bestimmte politische Richtung oder zunächst eine religiöse Überzeugung gefordert werden; wohl aber ein aktives Interesse an einer christlichen Weltanschauung.

Weitere Ordens-Wege werden sein – die übersetzte Definierung der Begriffe:
Orden - Schwertbrüder Christi - und Livland
Einerseits der Begriff Orden - was ist das für Uns - dann der Mittelteil Schwertbrüder Christi - was machen Wir daraus - und letztlich die historischen Hinwendung an die Landschaft Livland.

Ein weiterer Weg wird sein, dass Wir ordensinterne Spenden, die nicht für Ordens-Zwecke verwendet werden, karitativen Zwecken zukommen lassen, deren Verteilung vollkommen wertfrei zu sein hat.



Sassenschaft

Ritterschaft der Schwertbrüder Christi von Livland zue Salisburgensis



Bildergalerie

Der Orden der Schwertbrüder Christi von Livland

Historische Gründung A.D. 1202 und die Ordens-Ritterschaft der Schwertbrüder zue Salisburgensis

Kaufleute aus dem norddeutschen Raum weiteten nach der Mitte des 12.Jahrhunderts ihre Handelsbeziehungen über den gesamten Ostseeraum aus. Ihre Wege führten sie bis zum äußersten Osten, wo sie in Livland an der Dünamündung (im heutigen Lettland) auf Dauer sich niederließen. Gegen Ende des 12.Jhdts. entstand an der Stelle des späteren Riga eine Bremer Faktorei. Mit dem Handel begann die Mission: Vor 1188 installierte der Bremer Erzbischof mit dem Augustiner Mönch Meinhart aus dem Kloster Segeberg den ersten Bischof von Livland. 1201 wurde dann die Stadt Riga gegründet. Die Anfänge waren jedoch von Schwierigkeiten mit den dort ansässigen finnisch-ugrischen Liven begleitet. Es kam immer wieder zu Übergriffen, deren Ursprünge besonders in der Missionierung der heidnischen Stammbevölkerung zu sehen sind.

Die deutschen Kolonisten waren kaum imstande, ihrer Bedrängnis standzuhalten. Dem Zuge der Zeit entsprechend, wurde sehr bald der Ruf nach Kreuzfahrern laut. Dies veranlasste Papst Innozenz III. 1199 wohl zu einem Aufruf von Gläubigen zum Schutze der livländischen Kirche, wobei er eine Livlandfahrt einer Pilgerreise nach Rom gleichstellt. Dieser Ruf, der gleichermaßen dem Seelenheil dienen sollte, wie auch die Aussicht auf reiche Beute verhieß, wurde nur zu gerne vom kampfeslüsternen Adel, aber auch in der ursprünglichen Heimat entwurzelten Abenteurern gehört. Dementsprechend wurde das Land von den „Kreuzpilgern“ zurückgelassen: Die Menschen im Namen Christi gequält oder hingemordet – das Land selbst öde und ausgeplündert aber nicht „befriedet“, denn neuerliche Aufstände der ortsansässigen Liven waren die Folge.

Dies fiel dem damaligen tatkräftigen und glaubensstiftenden Bischof von Riga, Albrecht von Beckeshovede, auf und veranlasste ihn, einen zuverlässigen Rückhalt zu schaffen. Demzufolge belehnte er eine Anzahl Ritter aus deutschsprachigen Landen mit Gütern in Livland unter der Verpflichtung, stets anwesend zu sein und bereit, für den Glauben zu kämpfen. Wahrscheinlich waren es zu wenige, um die kampfgewillten Liven dauerhaft in Schach halten zu können und gleichzeitig die Mission voranzutreiben. In diesen Tagen kam vermutlich der Gedanke auf, nach dem Muster der in Palästina oder auf der Iberischen Halbinsel kämpfenden christlichen Milizen wie die Templer, Johanniter und Deutschherren oder Santiago-Ritter, Alcantara-, Calatrava- und Avis-Orden. Wesentliche Ideen dazu hat wohl der in Livland bereits seit längerem missionierende Zisterzienser-Mönch Dietrich von Treiden (Theoderich von Thoreida) beigesteuert. Papst Innozenz III. billigte diesen Plan und erließ 1202 eine Bulle, mit welcher ein Orden mit der Bezeichnung FRATRES MILICIAE CHRISTI (Brüder der christlichen Ritterschaft) gestiftet wurde. Der neue Ritterorden erhielt die Statuten der Templer und zum Zeichen führte er ein rotes Kreuz über einem roten Schwert auf weißem Mantel, wofür sich im Laufe der Zeit der Name Schwertbrüder einbürgerte.

Dies war so zu sagen die Gründung des ORDENS DER SCHWERTBRÜDER CHRISTI VON LIVLAND.

Es folgten Jahre des Aufstiegs, sowie des Niederganges. Im Jahre 1236 erlitt der Orden in der Gegend des litauischen Saulen eine für den Fortbestand entscheidende Niederlage im Kampf gegen die Liven, bei der der Ordensmeister Volkwin mitsamt 50 Ritterbrüdern und 500-600 Ordensdienern und Söldnern fiel. Damit hatte die Schicksalsstunde des Ordens geschlagen.

Erneut wurden Abgesandte nach Viterbo geschickt, doch der Hochmeister des Deutschen Ordens verwies an Papst Gregor, mit dem er ein weiteres Vorgehen möglicherweise schon vereinbart hatte. Der Deutschordens-Ritter Hartmann von Heldrungen schilderte in seinem überlieferten Bericht das Geschehen, das wie ein vorbereitetes Theaterspiel abgelaufen zu sein schien.

Der Hochmeister des Deutschen Ordens ließ die wartenden Deutschordensbrüder (Hartmann von Heldrungen und Konrad von Straßburg) herbei rufen und vergewisserte sich, dass zwei Deutschordensmäntel, weiß mit schwarzem Kreuz, bereitlägen. Hernach wurden die Schwertbrüder Christi herbeigerufen, denen der Hochmeister Hermann von Salza eröffnete: “Der Papst will unsere Bitte erfüllen“. Man scheint ihnen keine weiteren Fragen gestellt zu haben, führte sie vielmehr wohl gleich vor Papst Gregor IX. Dieser hielt den vor ihm Niederknienden eine kurze Mahnrede und legte ihnen dann, nachdem man ihnen die Mäntel der Schwertbrüder abgenommen hatte, die Mäntel der Deutschordensritter über. Ehe sie Zeit zum Überlegen fanden, hatte der Kämmerer des Papstes bereits von den Schwertbrüdermänteln mit dem roten Kreuz und dem Schwert Besitz ergriffen. Nach diesem Winkelzug gab der Ordens-Ritter Gerlach Rode der Schwertbrüder mit grollenden Worten von sich: "Bruder Hartmann – were es nicht gescheen, es gescheeh nummer-mehr".

Damit war die Existenz des Schwertbrüderordens beendet. Livland war nach der Übernahme eine Provinz des Deutschen Ordens mit einem Landmeister an der Spitze. Dass die Schwertbrüder aufgehört hatten zu existieren, beweist schon allein der Bereicht Hartmanns von Heldrungen, nachdem die Deutschordens-Mäntel ausgehändigt und die Mäntel mit dem Schwertbrüder-Zeichen konfisziert wurden. Auch die Urkundenlage nach 1237 lässt keinen Hinweis auf ein Fortbestehen zu.


Anno Domini 1900 und 66 dazu erfolgte die Wiedergründung des Livländer Ordens in Rosenheim durch Josephus von Schwarzenberg (Josef Pongratz). In Deutschland, der Niederlande, Österreich, Frankreich, Südafrika und USA(?) und der Schweiz wurden Komtureien gegründet, darunter 1989 die Gemarkung zue Salisburgensis. Diese gab sich die Souveränität und wählte 1993 einen eigenen Hochmeister. Dies geschah aus dem Grunde, dass die ursprünglich Idee, aus der der Orden gegründet wurde – eine christliche Ritterschaft – nicht verloren geht, sondern erhalten bleibt.

Beim Hohen Ordens-Konvent der Schwertbrüder A.D. 2000 und 2 dazue, wurde der Titel des Hochmeisters richtigerweise in den eines Ordens-Meisters umbenannt. Gleichzeitig wurde der lose Beitritt zum Österr.Ritterbund mit Siegelung durch den amtierenden Hochmeister Heinrich von Grafenstein und dem Ordens-Meister Kurt von Jaxa und Gryf gefestigt. Die Gemeinschaft der Ritterbünde zerfiel in der Jahrung A.D. 2000 und 6 dazue; das Capruner Manifest wurde überarbeitet und in dieser Gemeinschaft verblieben noch 6 Ritterbünde. Der Orden der Schwertbrüder Christi von Livland hat sich seither keiner bündischen Gemeischaft mehr angeschlossen.


Literatur:
Friedrich Benninghoven „Der Orden der Schwertbrüder – Fratres militiae
Christi de Livonia“ Köln – Graz ist als das Standardwerk anzusehen

Auszug aus der hist. Literatur von Claus D. Bleisteiner, Präsident der Heraldischen Gesellschaft „Der Wappenlöwe“ e.V. München
Mitglied der „Academie Internationale d’Heraldique“

Orden der Schwertbrüder Christi

Erinnerungen

Auf dieser Seite werden wir Erinnerungen sammeln und bewahren! Ein kleiner Auszug schon jetzt:

Recent Blog Image

Hoher Ordenskonvent

Recent Blog Image

Hoher Ordenskonvent

Recent Blog Image

Besuch der Ritter von Soonwald

Recent Blog Image

Ausflug, Waldviertel Schloss Rosenburg

Recent Blog Image

Waldviertel, Gasthaus in der Nähe von Schloss Rosenau

Recent Blog Image

Die Rosenburg

Calendarium für die Ordens-Jahrung 2000 und 17 dazue

Die Ordens-Kapitel des Schwertbrüder-Ordens zue Salisburgensis werden zelebriert:

Jeden ersten Dienstag im Monat zue der 19-ten und einer halben Stund' in unserem Rempter auf Schloss Kammer zue Maishofen.

Der Hohe Ordens Convent wird in dieser Jahrung den 22-ten Tag im Monde Aprilis zue der 17-ten Stund' und den
22-ten Tag im Monde Octobris ebenso zue der 17-ten Stund' im Hohen Rempter des Schlosses Kammer gefeiert.

Zue den einzelnen Kapiteln, bzw. zum jährlichen Hohen Ordens-Convent werden persönliche Ladschriebe per Postreiter oder Blitzboten zugestellt.

Ordens-Kreuz-Fahrten werden gesondert nach Absprache des gesamten Kapitels beschlossen. Termine werden dem gemäß verlautbart.

Calendarium der Ordens-Jahrung 2000 und 17 dazue

Dienstag, 10-ter Tag im Monde Januarius | Neujahrs-Kapitel

Dienstag, 07-ter Tag im Monde Februarius | Winter-Kapitel

Dienstag, 07-ter Tag im Monde Martius | Generalkapitel und Neuwahlen

Dienstag, 04-ter Tag im Monde Aprilis | Frühlings-Kapitel

Samstag, 22-ter Tag im Monde Aprilis | Hoher Ordens Convent

Dienstag, 02-ter Tag im Monde Maius | Maien-Kapitel

Dienstag, 04-ter Tag im Monde Junius | Sommer-Anfangs-Kapitel

Dienstag, 04-ter Tag im Monde Julius | Sommer-Kapitel

Dienstag, 01-ter Tag im Monde Augustus | Ernte-Kapitel

Sonntag, 19-ter Tag im Monde Augstus | Sommerfest

Dienstag, 05-ter Tag im Monde Septembris | Herbst-Anfangs-Kapitel

Dienstag, 03-ter Tag im Monde Octobris | Weinlaub-Kapitel

Sonntag, 22-ter Tag im Monde Octobris | Hoher Ordens Convent

Samstag, 28-ter Tag im Monde Octobris | Gräberbesuch

Sonntag, 03-ter Tag im Monde Decembris | Advent-Feierabend

Orden der Schwertbrüder Christi

Kontakt und Impressum

Kurt Kwiatkowski, Sonnberg 86, 5771 Leogang, Tel. 06583-8512
e-mail:kurfrankwi@sbg.at

Johann Stöckl, Dorf 68, 5771 Leogang, Tel. 06583-8339
e-mail: johann.stoeckl@gmx.at